Ablauf der Kinderreisepassausstellung

Nach der Geburt des Kindes  muss man zuerst eine ukrainische Geburtsurkunde  beim ukrainischen Standesamt bekommen. Dazu sind folgende Unterlagen bereitzustellen:

Bis zur Geburt des Kindes  sollen die Kunden (Eltern) ihre Heiratsurkunde in Deutschland apostillieren lassen. Gebraucht werden auch beglaubigte und übersetzte Kopien ihrer Reisepässe.

Die Heiratsurkunde ist  ins Ukrainische zu übersetzen.

Die Reproduktionsklinik BioTexCom stellt eine Bescheinigung der genetischen Verwandtschaft aus.

Die Geburtsklinik stellt eine medizinische Geburtsurkunde aus.

Die Leihmutter erstellt bei einem Notar die Verzichtserklärung hinsichtlich Leihmutterschaft zu Gunsten der biologischen Eltern.

Gebraucht wird auch die Kopie des Passes einer Leihmutter.

Diese Papiere werden ans Standesamt zur Bearbeitung übergegeben. Am nächsten bzw. übernächsten Arbeitstag kommen die Eltern (beide Partner!) ins Standesamt und bekommen dort eine ukrainische Geburtsurkunde, in der sie als Eltern des Kindes eingetragen sind. (Laut der ukrainischen Gesetzgebung gilt als gesetzlich anerkannte und biologische Eltern des Kindes das Ehepaar, das an dem Leihmutterschaftsprogramm teilnimmt, unabhängig davon, ob ein genetisches Material vom Elternteil oder von beiden Eltern verwendet wurde).

Diese Geburtsurkunde wird unverzüglich ans Justizministerium zur Apostillierung übergegeben. Sie wird auch ins Deutsche übersetzt.

Parallel werden alle nötigen Dokumente der Eltern und der Leihmutter für die Botschaft vorbereitet:

Seitens der Leihmutter:

  1. Verzichtserklärung hinsichtlich Leihmutterschaft (apostilliert und ins Deutsche übersetzt)
  2. Ehefähigkeitsbescheinigung, die bestätigt, dass die Leihmutter standesamtlich NICHT verheiratet ist (apostilliert und ins Deutsche übersetzt).
    Falls sie früher standesamtlich verheiratet war, sind folgende Dokumente vorzulegen:

    • Heiratsurkunde mit Stempel des regionalen Justizministeriums (apostilliert und ins Deutsche übersetzt)
    • Scheidungsurkunde mit Stempel des regionalen Justizministeriums (apostilliert und ins Deutsche übersetzt) bzw. Ehescheidungsurteil mit Stempel des regionalen Justizministeriums (apostilliert und ins Deutsche übersetzt)
    • Falls die Leimutter verwitwet ist, dann ist eine Sterbeurkunde vorzulegen.
    • Falls die Leihmutter mehrmals verheiratet war, werden die oben genannten Unterlagen bezüglich jeder Ehe bereitgestellt.
  3. Geburtsurkunde der Leihmutter mit Stempel des regionalen Justizministeriums (beglaubigt und ins Deutsche übersetzt)
  4. Passkopie der Leihmutter (ins Deutsche übersetzt)
  5. 2 Fotos des Kindes (3×4)
  6. Kopie der medizinischen Geburtsurkunde des Kindes

Mit allen diesen Dokumenten muss ein Ehepaar zusammen mit dem Kind und der Leihmutter zur Botschaft gehen. Bei der Botschaft macht der Ehemann eine Vaterschaftsanerkennung. Die Leihmutter gibt ihre Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung.

Danach muss das Kind innerhalb von 2-3 Arbeitstagen einen Kinderreisepass bekommen.